Sonntag, 22. Februar 2026

Schüttelquiche - die schnellste warme Familien-Mahlzeit nicht nur für den Winter sonder das ganze Jahr!

Kennen Sie diese Tage, an denen nach der Schule, den Hausaufgaben und dem Spielen einfach die Zeit (und die Energie!) fehlt, um noch ewig am Herd zu stehen? Wir alle kennen sie! Genau für solche Abende haben wir heute ein absolutes Highlight, das nicht nur wahnsinnig schnell geht, sondern auch noch gesund ist, auch plantbased einfach zubereitet werden kann und der ganzen Familie schmeckt bzw. in jeder denkbaren Variante möglich ist und schneller geht als eine Pizza!

Warum Quiche? Weil die Konsistenz auch ohne den draunter liegenden Teig eindeutig an diesen französischen Klassiker erinnert – nur eben in der Express-Variante ohne Teigkneten.

So einfach geht die Schüttelquiche

Das Geniale an diesem Rezept: Es gibt keinen Teigboden, der vorbereitet oder sogar ruhen muss. Sie brauchen im Grunde nur eine große Schüssel, in der alles vermischt wird. 

Für ein Backblech brauchen Sie an Grundzutaten:

  • 300 g Skyr oder eine vegane Skyr-Alternative (ungesüßt, auf Sojabasis für extra Protein)
  • 4 EL Mehl 
  • 1 EL Speisestärke 
  • 1 EL Apfelmus (Klingt verrückt? Sorgt aber für eine tolle Balance in der Säure und rundet den Geschmack wunderbar mit einer auch leicht französischen Note ab!)
  • 200g Käse oder 3-4 EL Hefeflocken (Unser Käse-Ersatz! Sie schmelzen zwar nicht, geben der Quiche aber einen herrlichen, tiefen und leicht käsigen Umami-Geschmack)
  • 30 g Mandeln oder Nüsse nach Geschmack (am besten gerieben)
  • 200 g Gemüse nach Saison und Wahl
  • Gewürze: 1 EL Kräuter der Provence oder italenische Kräutermischung sowie Salz, Pfeffer und (wer mag) eine kleine Prise Chilipulver.
  • Wer es herzhafter mag, kann natürlich noch Räuchertofu unterheben
     
  • Wer es fluffiger wie eine Pinsa möchte, mischt noch etwas Backpulver hinzu!

Die Zubereitung – ein Kinderspiel:

1. Den Backofen auf 200 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen.
2. Das Gemüse waschen und in kleine Würfel schneiden oder im Zauberkessel durchhacken lassen. So gart es schneller durch.
3. Jetzt kommt der Spaß für die Kids: Alle Zutaten in eine große Schüssel geben und ordentlich durchmischen (früher machte man das in einer fest verschlossenen Schüssel durch kräftiges Schütteln – daher der Name!).
4. Die Masse auf das Backpapier streichen und für rund 30 bis 35 Minuten ab in den Ofen, bis die Schüttelquiche eine schöne Konsistenz hat und an den Rändern leicht goldbraun wird.


Saisonal kochen: Welches Gemüse passt im Februar?

Da wir bei familienfreundlich.info großen Wert darauf legen, frisch und regional zu kochen, haben wir uns angesehen, was der Februar in DACH und den umliegenden Ländern an frischem Gemüse hergibt. Und auch wenn der Winter streng erscheint, ist die Auswahl für unsere Schüttelquiche fantastisch!

Probiert für eure Winter-Edition doch mal diese heimischen Stars:

  • Lauch (Porree): Bringt eine herrlich milde Zwiebelnote mit, die perfekt zu der cremigen Skyr-Basis passt.
  • Karotten & Pastinaken: Fein gerieben oder ganz klein gewürfelt geben sie der Quiche eine angenehme, kinderfreundliche Süße.
  • Champignons: Obwohl das ganze Jahr über als Zuchtpilze verfügbar, sind sie im Winter ein toller Fleischersatz mit viel Geschmack.
  • Wirsing/Kohl oder Kraut: In ganz feine Streifen geschnitten, schmilzt der Wirsing förmlich im Ofen und liefert wertvolle Vitamine für die Abwehrkräfte.

Natürlich könnt ihr im Sommer dann auf Zucchini, Tomaten oder Paprika umsteigen – die Schüttelquiche ist wirklich das ganze Jahr über ein Hit zur Resteverwertung!

Der Teig eignet sich auch zur Zubereitung von deftigen Waffeln im Waffeleisen! 

Auch kalt kann die Schüttelquiche als kleine Happen für den Nachmittagssnack bzw. Jause verwendet werden oder als Tapas zu einem guten Getränk. Ein echter Allrounder!

Noch dazu können die Kinder bei der Zubereitung mitmachen und so einige Zutaten aussuchen - dann schmeckt es gleich nochmal besser! 

Kleiner Ausflug in die Geschichte: Woher kommt die Quiche eigentlich?


Wenn ihr abends gemeinsam am Tisch sitzt und eure leckere pflanzliche Schüttelquiche genießt, könnt ihr den Kids noch ein bisschen Angeberwissen servieren: Woher kommt eigentlich die "echte" Quiche?

Die berühmteste Variante ist die *Quiche Lorraine* (Lothringer Speckkuchen). Sie stammt aus der Region Lothringen, die heute in Frankreich liegt, aber historisch eng mit dem deutschsprachigen Raum verbunden war. Lustigerweise stammt das französische Wort "Quiche" vom fränkisch-lothringischen Dialektwort "Kichel" oder "Kuchel" ab, was nichts anderes als das deutsche Wort "Kuchen" bedeutet! Ursprünglich war die Quiche ein Reste-Essen der Bäcker: Sie nahmen Brotteigreste, belegten sie mit einer Mischung aus Eiern, dicker Sahne und geräuchertem Speck und backten sie im abkühlenden Ofen.


Heute sparen wir uns nicht nur den Brotteig, sondern auch die tierischen Produkte und setzen ganz auf unsere clevere, vegane Express-Variante. Wir wünschen euch ganz viel Spaß beim Nachbacken, Ausprobieren und Schütteln!

Mahlzeit!